würzburg (pw) Die hohe Polit-Prominenz gibt sich in Würzburg die Klinke in die Hand. Am Donnerstag war es der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle, der im Cinemaxx vor einem vorwiegend jungen Publikum Werbung für liberale Ideen machte und auf diese Weise auf Stimmenfang für die Landtagswahl am 21. September ging.Kinosaal 1 mit seinen rund 270 Plätzen hatten die Würzburger Liberalen für den Wahlkampfauftritt ihres Bundesvorsitzenden im Großkino angemietet und sich Sorgen gemacht, ob der Saal denn auch einigermaßen voll werden würde, wie Landtagskandidat Moritz Kracht bekannte. Die Befürchtungen waren überflüssig: Die Reihen waren schnell komplett gefüllt, viele Interessierte mussten mit Stehplätzen auf der Treppe vorlieb nehmen. Sie erlebten den engagierten Wahlkampf-Auftritt eines sympathisch wirkenden und rhetorisch gewandten Polit-Profis.Westerwelle freute sich zunächst mal über das kühle Blonde, das ihm von einem Ordner an Stelle von einfachem Mineralwasser gereicht wurde: „Das liebe ich am Wahlkampf in Bayern, hier darf man auch etwas trinken“, so Westerwelle nach dem ersten Schluck Bier.In Deutschland werde seit Jahrzehnten jedem Problem „eine Subvention, eine Steuer oder ein Gesetz“ hinterhergeworfen, sagte Westerwelle. Die FDP fordere als einzige Partei in Deutschland den konsequenten linearen Abbau aller Subventionen, „damit könnten wir die geplanten Steuererleichterungen doppelt finanzieren“. Die FDP setze sich außerdem für eine echte Steuersenkungsreform mit nur drei Steuersätzen ein. Damit sollen auch die vielen Steuer-Schlupflöcher gestopft werden.Die bayerischen Liberalen können sich nach den Worten ihres Bundesvorsitzenden in zwei Wochen berechtigte Hoffnungen auf einen Einzug ins Maximilianeum machen: „Die FDP kratzt an der Fünf-Prozent-Hürde“, sagte Westerwelle. Eine Zweidrittelmehrheit der CSU im Landtag müsse verhindert werden, denn dann wäre „die Dominanz so groß, dass eine Kontrolle der Macht ernsthaft gefährdet wäre“.