Liberaler Klimaschutz im privaten Raum

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern eine Vereinfachung des Klimaschutzes im
privaten Raum, um das Thema für die breite Masse attraktiver zu machen.

Knowledge first, reduction second!
Wer klimaneutral leben möchte, braucht Kenntnisse über seinen CO2-Fußabdruck.

Darum fordern wir neben der Bereitstellung eines möglichst genauen Schätzwertes über
die persönliche Klimabilanz eine Zusammenstellung aller relevanten Verbrauchsdaten,
die der Stadt bzw. den Kommunen vorliegen. (Wohnfläche, Baujahr/Standart des Hauses,
Art der Heizung, Strombezug).

Diese Daten sollen mit einem Verweis auf den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes
versehen werden. Durch die vereinfachte Verfügbarkeit der Daten und Informationen
werden Anreize geschaffen sich selbst mit dem eigenen CO2-Fußabdruck auseinander zu
setzen. Zudem erhalten Nutzerinnen und Nutzer mit dem UBA­ CO2-Rechner nicht nur
Informationen über ihren persönlichen Fußabdruck, sondern auch Hinweise, bei welchen
Hauptemissionstreibern noch Reduktionspotentiale vorhanden sind.

Selbst ist der Strom!
Wir JuLis wollen die Nutzung von bereits vorhandenen als auch zukünftig entstehende
Technologien im Bereich der privaten, nachhaltigen Stromerzeugung stärker
unterstützen.

Um eine Demokratisierung der privaten Stromerzeugung zu erreichen und gerade
Mieterinnen und Mietern, die kein eigenes Eigenheim besitzen, zu unterstützen, wollen
wir vor allem sogenannte „Mini-PV-Anlagen“ fördern. Diese Stecker fertigen PV-Anlagen
– auch „Balkonkraftwerke“ genannt, bieten jedem die Möglichkeit, eigenen Strom zu
erzeugen.

Mit einer handelsüblichen 500-Watt-Solaranlage lassen sich pro Jahr circa 350 bis 450
kWh erzeugen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Bedarf von ca. 2.500 kWh pro
Jahr wären dies bereits 15 bis 20 Prozent an Ersparnis. Schon nach zwei bis drei
Jahren amortisiert sich der energetische Aufwand, der für die Herstellung einer Mini-
PV-Anlage benötigt wird.

Wir fordern daher, dass die Anmeldepflicht für Balkonkraftwerke bei der
Bundesnetzagentur entsprechend der auf europäischer Ebene bereits gültigen Verordnung
(EU) 2016/631, entfällt. Einzig die in Deutschland übliche Begrenzung auf 0,6 kW (600
Watt) statt der in der EU-Verordnung genannten 0,8 kW, halten wir aus
Sicherheitsaspekten für sinnvoll.

Mit der Einführung dieser Bagatellregelung werden unnötige bürokratische Hürden
beseitigt und der Weg für eine nachhaltige Stromerzeugung auf dem eigenen Balkon frei
gemacht.

Mehr Sichtbarkeit für queere Themen an bayerischen Schulen

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern die bayerische Staatsregierung auf, ein
umfassendes Konzept zu erarbeiten, welches die Behandlung von auf LGBTQI bezogenen
Themen und die Verwendung von LGBTQI-inklusiven Lehr- und Lernmaterialien im
bayerischen Schulunterricht vorsieht.

Wir fordern verpflichtenden Sexualkundeunterricht als Teil des Biologieunterrichts
der weiterführenden Schulen, sowie des Heimat- und Sachkundeunterrichts der
Grundschulen, für alle Schüler im Freistaat Bayern. Es soll vor allem an den
weiterführenden Schulen auf Themen und Situationen eingegangen werden, welche
lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Jugendlichen während der
Pubertät begegnen können. Dabei soll auch und besonders auf die psychischen
Auswirkungen von Homo- und Transphobie auf Jugendliche aufmerksam gemacht werden. Es
muss so früh wie möglich eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung herbeigeführt
werden, damit Depressionen und Suizidgedanken aufgrund von Diskriminierung in Zukunft
zu absoluten Ausnahmen werden.

Darüber hinaus sind LGBTQI-Themen auch Querschnittsthemen. Das soll sich
fächerübergreifend auch in den Lehrplänen an der jeweils passenden Stelle
widerspiegeln. Beispielhaft sei hier die Verfolgung von homosexuellen Frauen und
Männer im Nationalsozialismus im Rahmen des Geschichtsunterrichtes oder der Schutz
vor Diskriminierung aufgrund der individuellen Sexualität gemäß Art. 3 Abs. 3 GG im
Sozialkundeunterricht erwähnt.

Darüber hinaus fordern wir verpflichtende Elternabende, bei denen die Kinder/Jugendlichen
bei Anwesenheit von geschultem Personal mit den Eltern über LGBTQI sprechen sollen.

Abschließend setzen wir uns dafür ein, dass an Schulen Anlaufstellen eingerichtet
werden, an die sich Kinder und Jugendliche wenden können um Unterstützung zu
erhalten.

Das Recht auf den gesetzlichen Richter

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern, dass alle bayerischen Gerichte ihre
richterlichen Geschäftsverteilungspläne im Internet veröffentlichen müssen.

Jede Probe hat ein Ende – Probezeit verkürzen!

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern mehr Freiheit für Fahranfänger. Wir wollen
sicherheitsbewusstes Fahren belohnen und nicht mehr unter das Zwangsinstrument der
Probezeit stellen.

Konkret setzen wir uns für eine freiwillige Verkürzungsmöglichkeit der Probezeit
ein.
Dieses soll ähnlich zum Allianz BonusDrive-Programm funktionieren, indem ein
portabler Sender im Auto installiert und dieser mit dem Smartphone per Bluetooth
verbunden wird.
Der Sender dient dazu die Fahrparameter des Fahrzeugs zu messen. Sofern eine
konstante Verbindung zum Smartphone besteht wird nach der Fahrt die Qualität der
Fahrt nach 4 Kriterien (Beschleunigung, Geschwindigkeit, Kurvenfahrverhalten und
Bremsverhalten) nach Punkten bewertet. Dabei kann man bis zu 100 Punkten pro Fahrt
für ordnungsgemäßes Fahren erhalten. Die Einzelbewertungen pro Fahrt fließen
schließlich in eine monatliche Bewertung ein, die einen Durchschnitt der erhaltenen
Punkte errechnet. Zwölf Monate nach Probezeitbeginn wird der Jahresdurchschnitt der
Monatsbewertungen berechnet und durch den entstandenen Jahrespunktedurchschnitt wird
über die Verkürzung der Probezeit entschieden.

Die Punktetabelle soll sich wie folgt darstellen:
0-50 Jahrespunkte: keine Verkürzung.
51-60 Punkte: 2 Monate Verkürzung.
61-70 Punkte: 4 Monate Verkürzung.
71-80 Punkte: 8 Monate Verkürzung.
81-90 Punkte: 10 Monate Verkürzung.
91-100 Punkte: 12 Monate Verkürzung.

Dieses Angebot soll freiwillig sein. Die Messung beginnt erst mit Einrichtung des
Senders und der Installation der dazugehörigen Applikation auf dem Smartphone in
Verbindung mit dem Log In des dazugehörigen Straßenverkehrsamtes, wo auch die
gesammelten Daten auf eine Datenbank weitergeleitet werden. Das zuständige
Straßenverkehrsamt entscheidet nach den automatisiert errechneten Punkten über die
Verkürzung. Eine Verkürzung kommt grundsätzlich nur in Betracht, wenn pro Monat
mindestens an 15 Tagen oder insgesamt an 180 Tagen im Jahr Messdaten übermittelt
wurden. In Grenzfällen steht der Behörde ein Ermessen zu. Eine Verkürzung ist
ausgeschlossen, wenn innerhalb der Probezeit über eine begangene Straftat oder
Ordnungswidrigkeit eine rechtskräftige Entscheidung ergangen ist, die nach § 28
Absatz 3 Nummer 1 oder 3 Buchstabe a oder c StVG in das Fahreignungsregister
einzutragen ist.

Talavera bleibt kostenlos!

Die Jungen Liberalen Würzburg setzen sich dafür ein, dass die Nutzung der Parkplätze
an der Talavera kostenlos bleibt.

Die vom Bündnis „Besser leben im Bischofshut“ geplante Kostenpflichtigkeit lehnen wir entschieden ab!
Diese sind zum jetzigen Zeitpunkt, insbesondere für die viele Berufspendlerinnen und Berufspendler, unverzichtbar.
Eine Bewirtschaftung der Talavera kann erst dann erfolgen, wenn für sie echte Alternativen zur Verfügung stehen.
Hier darf nicht der zweite vor dem ersten Schritt gegangen werden.

Cruisin‘ through the city like it’s Saturday

Die Jungen Liberalen Würzburg setzen sich dafür ein, dass an verkaufsoffenen Sonn-
und Feiertagen in der Stadt Würzburg die Straßenbahnen und Busse der WVV und APG in
der Taktung eines Samstages fahren.

Das braune Gold – Abwassermonitoring als Frühwarnsystem

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern von der Stadt Würzburg die Einführung von
Abwassermonitoring zur Untersuchung auf die Virenlast der Stadt. Ziel dieses
Abwassermonitorings ist, durch regelmäßige Abwasseruntersuchung auf das Corona-Virus
frühzeitig zu erkennen, ob sich die Infektionsdynamik ändere, somit die Viruslast im
Abwasser ab- oder zunimmt – auch im Hinblick auf die stets wechselnden
Virusvarianten. Es werden zusammenfassend alle Corona-Infektion erkannt, auch solche
die normalerweise durch eine (Nicht-)Testung unerkannt geblieben wären. Hierdurch
können weiterhin wichtige zusätzliche Informationen für die Beurteilung der
gesamtstädtischen Infektionslage gewonnen werden und frühzeitig auf
Infektionsgeschehen reagiert werden.

Die Stadt Würzburg, das städtische Gesundheitsamt und das Wasserwirtschaftsamt sollen
hier gemeinsam am Abbau der bürokratischen Hürden wirken und gemeinsame Standards
(bspw. wann und wo gemessen wird) erarbeiten. Hier soll gesunder Pragmatismus
herrschen.

Auch sollen diese Analysen über Corona hinweg eingesetzt werden um andere
Infektionsgeschehen (zb. Grippewelle) frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig
angemessene Maßnahmen zu treffen.

Always two there are. No more. No less.

Den Jungen Liberalen Würzburg ist vollkommen klar, dass nur zwei legitime Trilogien im offiziellen Star-Wars-Universum existieren.
Die dritte Trilogie (kurz: „Sequels“) gehört nicht dazu.

Deshalb setzen sich die Jungen Liberalen Würzburg dafür ein, dass die Filme 7 („The Force Awakens“), 8 („The Last Jedi“) und 9 („The Rise of Skywalker“) aus dem offiziellen Star-Wars-Kanon entfernt werden.

Nur so kann das Gleichgewicht in der Macht wiederhergestellt werden!

Zweispurig durch die Zeller Straße! Einbahnstraßenregel zurücknehmen!

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern, dass das Einbahnstraßenexperiment in der 
Zeller Straße beendet wird. Die Zeller Straße muss wieder zweispurig befahrbar sein. 

Mehrere Gutachten des entsprechend zuständigen Fachreferates der Stadt Würzburg haben 
ergeben, dass der ursprüngliche Zweck der Stickoxidreduzierung durch die neue 
Regelung nicht erreicht wird. Das Gegenteil ist der Fall: durch die Notwendigkeit 
einer Umfahrung kommt es vor allem auf den Parallelstraßen zu mehr Staus und 
vermehrtem Stickoxidausstoß. 

Wir Junge Liberale Würzburg setzen auf eine vernünftige Verkehrspolitik, die 
ideologiefrei alle Straßenverkehrsteilnehmer gleichberechtigt mitnimmt. Dem grünen 
Kampf gegen den individualisierten Verkehr erteilen wir eine klare Absage! 

 

Antragsteller

Yannik Mohren (KV Würzburg) 

Karl Tilman von Heygendorff (KV Würzburg) 

Dominik Konrad (KV Würzburg) 

WLAN auch in der Straßenbahn

Die Jungen Liberalen fordern eine Nachrüstung der Straßenbahnen der WVV um den 
Fahrgästen den Gebrauch eines Internetangebotes (bsp. BayernWlan o. WüFi) zu ermöglichen.
Diese Nachrüstung soll auch Busse betreffen, die derzeit nicht über ein solches Angebot verfügen.
Ziel 
ist zukünftig in allen den Bussen und Straßenbahnen der WVV und APGim Internet surfen zu können.
So 
wird der ÖffentlicheNahverkehr nicht nur attraktiver und gestärkt, sondern auch ins 21. Jahrhundert 
geholt. Auch alleNeuanschaffungen (Bus und Straßenbahnen) müssen über ein solches Angebot verfügen können. 

Antragsteller

Karl Tilman von Heygendorff (KV Würzburg) 

Yannik Mohren (KV Würzburg) 

Fabian Kunzmann (KV Würzburg) 

Maximilian Raich (KV Würzburg)