Der 23-jährige Politikstudent Moritz Kracht ist neuer stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in Bayern. Auf dem Landeskongress, der am vergangenen Wochenende in Würzburg stattfand, fanden turnusgemäß Neuwahlen für den Landesvorstand statt. Kracht, der im vergangenen Sommer mit 5.1 % der Erststimmen im Stimmkreis Würzburg bei den Landtagswahlen einen Achtungserfolg errungen hatte, wurde mit nur 4 Gegenstimmen und einigen wenigen Enthaltungen von den 120 Anwesenden gewählt. Er wird sich im Landesvorstand um den Pressebereich kümmern. Kracht ist der erste Würzburger Jungliberale seit über 10 Jahren, dem der Sprung in den Landesvorstand gelungen ist.
Als große Bestätigung für die Arbeit der Jungen Liberalen in Würzburg, wertete der Würzburger FDP-Chef Karl Graf die Wahl Krachts in den Landesvorstand. Kracht habe in Würzburg mit den „Jungen“ in der Partei gezeigt, dass Junge Bürger entgegen landläufiger Meinung bereit sind politische Verantwortung zu übernehmen und zugleich bewiesen, dass Jugend allein kein politisches K.O.-Kriterium ist. Die Jungen Liberalen haben gerade bei den letzten Kommunal-, Bundestags- und Landtagswahlen demonstriert, wie wichtig ein aktiver Jugendverband ist. In Würzburg seien sie nicht mehr wegzudenken.
Nachdem vier Jahre lang Ulrich Lechte an der Spitze der bayerischen JuLis stand, wählte der Kongress den 22-Jährigen Martin S. Hagen aus Rosenheim zum neuen Landeschef. Mit 62% der Stimmen konnte er sich gegen Martin Sichert aus Nürnberg durchsetzen. Hagen stehen – neben Kracht – als weitere Stellvertreter der Programmatiker Stephan Eichmann aus Fürth und als Organisatorin Julia Badelt aus Landau zur Seite. Die Schätze des Verbands hütet wie im vergangenen Jahr Sebastian Bangert aus München.
Inhaltlich beschäftigten sich die JuLis vor allem mit der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 8 Jahre. „Dabei,“ stellte Martin S. Hagen klar, „sind wir schon lange für die Verkürzung der Schulzeit, aber nicht so, wie es die Staatsregierung nun plant.“ Besonders kritisierten die JuLis, dass diese Verkürzung nur als kurzfristiger Spareffekt genutzt werden soll, dahinter aber kein schlüssiges pädagogisches Konzept und keine ausreichende Lehrplanreform steht. Dem wollen die JuLis entgegentreten.