Junge Ideen zu Corona und Atomkraft – Bezirkskongress der Jungen Liberalen Unterfranken
Am Samstag, dem 30.01.2021, fand der Bezirkskongress  der Jungen Liberalen Unterfranken digital statt. Dies hielt 50 Mitglieder und viele Gäste, wie Karsten Klein (Mitglied des Bundestages), Adelheid Zimmermann (Mitglied des Bezirkstages) und den Landesvorsitzenden der JuLis Maximilian Funke-Kaiser jedoch nicht davon ab, sich zu beteiligen. So wurden zahlreiche programmatische Anträge eingereicht, welche während des Kongresses debattiert wurden.
Der Bezirksvorsitzende der Jungen Liberalen Unterfranken, Lucas von Beckedorff, eröffnete den Bezirkskongress mit folgenden Worten: “Mit diversen Landtagswahlen und der Bundestagswahl im September 2021 steht Deutschland wie nie zu vor an einem politischen Scheideweg: Wird künftig Politik für die Zukunft gemacht, die Technologieoffenheit und Fortschritt fördert, die Menschen ermutigt seines Glückes Schmiedes zu sein, die Menschen erlaubt ihr Leben in größtmöglicher Freiheit zu führen – oder wachen wir im Herbst mit einer Regierung auf, die Askese und Verbote mit gesellschaftlicher Rückständigkeit verbindet. Es geht dieses Jahr um mehr, als nur Mandatsträger in Parlamente zu schicken. Es geht um unsere Freiheit und die Zukunft unseres Landes.”
Baumärkte sofort öffnen – Click-and-Collect ist für Baumärkte unzureichend
Baumärkte sind systemrelevant, weil viele Menschen auch im Haushalt auf Produkte aus dem Baumarkt angewiesen sind – das gilt für Reparaturen, für botanische Vorhaben und Produkte für das heimische Tier. Diese Ungleichbehandlung mit Supermärkten erschließt sich nicht und ist aus infektiologischer Sicht in höchstem Maße fraglich. Deshalb fordern die Jungen Liberalen Unterfranken eine sofortige Öffnung der Baumärkte in Bayern. Die Click-and-Collect Regelung ist im Kontext von Baumärkten unzureichend.
Öffnungsperspektive für den Handel
Weitergehend fordern die Jungen Liberalen Unterfranken eine baldige Öffnungsperspektive für den Handel. Gerade kleine Läden haben im Gegensatz zu geöffneten Großunternehmen das Nachsehen. Es ist wichtig zu verhindern, dass die Corona-Pandemie zum Brandbeschleuniger für die Verödung und das Aussterben der Innenstädte wird.
Deshalb ist es an der Zeit, dass die Bundesregierung und die Landesregierungen den Weg frei machen für Öffnungsmöglichkeiten und private Schutzkonzepte.
Dabei sollen diejenigen privaten Konzepte wieder Anwendung finden, die sich bereits vor dem zweiten Lockdown bewährt haben. Bei Verstößen ist es selbstverständlich, dass diese durch das Ordnungswidrigkeitenrecht geahndet werden müssen.
Im Kern liegt die Chance – Kernkraft technologieoffen begleiten
Neben den verabschiedeten Anträgen zur Corona-Pandemie beschäftigte sich der Bezirkskongress mit der Technologieoffenheit gegenüber Kernkraft. Dazu wurde bereits im Voraus in einem Arbeitskreis gemeinsam mit den Mitgliedern ein geeignetes Konzept erarbeitet. „Der Ausstieg aus der Kernkraft darf nicht dazu führen, dass künftig sichere Methoden zur Atomkraftnutzung unerforscht und ungenutzt bleiben“, so der Bezirksprogrammatiker Yannik Mohren. Natürlich muss die Nutzung der Atomkraft sicher sein und sollte möglichst wenige Abfälle produzieren, um die Umweltbelastung auf ein Minimum zu reduzieren. Deshalb ist der Ausstieg aus den Leichtwasserreaktoren aus Sicht der JuLis Unterfranken erstrebenswert und sollte in Deutschland auch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Allerdings soll weiterhin an alternativen Reaktoren, wie den Brutreaktoren, geforscht werden. Hierfür gilt es, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und Forschungseinrichtungen finanziell zu unterstützen.
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Über die Jungen Liberalen Unterfranken
Die Jungen Liberalen (JuLis) Unterfranken sind die offizielle Jugendorganisation der Freien Demokraten (FDP) Unterfranken. Als Untergliederung der JuLis Bayern e. V. verstehen sie sich jedoch als inhaltlich und organisatorisch unabhängig. Ihr Bezirksvorsitzender ist seit Dezember 2019 Lucas von Beckedorff.