würzburg (aj) Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat die Würzburger FDP die Landtags- und Bezirkstagswahl bilanziert. Enttäuscht ist man über den erneut verpassten Einzug in den Landtag. Dagegen stimmt das Resultat in Würzburg die Liberalen vor Ort recht zuversichtlich für die weitere Arbeit.Wie Vorsitzender Karl Graf am Freitag in einem Pressegespräch unterstrich fuhr Würzburgs FDP mit einem Gesamtstimmenanteil von 4,4 Prozent das fünftbeste Ergebnis für die Liberalen in allen 92 bayerischen Stimmkreisen ein, ebenso der junge Direktkandidat Moritz Kracht bei den Erststimmen. Auch Bezirkstagskandidat Marko Graulich zeigte sich mit seinen 4,36 Prozent zufrieden. „Das ist auch eine Auszeichnung für unsere solide Arbeit im Kreisverband“, so Graf. Kracht selbst bedauerte, dass die Landtagswahl auf ein Duell zwischen München und Berlin reduziert worden sei und wichtige Themen kaum transportiert werden konnten. Er wies darauf hin, dass die FDP nur über ein schmales finanzielles Budget für den Wahlkampf in Würzburg verfügt habe.Befremdet sind die Liberalen über das „Verschwinden“ von fast der Hälfte ihrer rund 300 Wahlplakate in Würzburg. Auffallend: Wo die Plakate gestohlen wurden, seien sie in der Regel von den Republikanern ersetzt worden. „Wir gehen der Sache nach“, versprach Graf. Er kritisierte auch, dass die großen Parteien die Sechs-Wochen-Frist bei der Plakatierung nicht eingehalten hätten. Und dem Rathaus warf er vor, bei Wahlveranstaltungen mit zweierlei Maß zu messen: Während CDU-Chefin Angela Merkel auf dem oberen Markt sprechen durfte, sei dies FDP-Chef Westerwelle verwehrt worden.