Graulich erklärte, dass eine Schwierigkeit der Bezirkspolitik schon im geringen Bekanntheitsgrad des Bezirks liegt. „Selbst politisch Interessierte wissen nur selten, welche Kompetenzen und Aufgaben der Bezirk hat.“ Daher ist es für Graulich klar, „dass der Bezirk seine Bekanntheit steigern muss, damit zum einen auch die Angebote des Bezirks bekannter, aber auch effizienter werden, und zum anderen der Bevölkerung überhaupt die wichtige Rolle des Bezirkstags bewusster wird.“
Ebenso wichtig war Graulich das Thema Verkehrsverbund in Unterfranken. Er verwies hierbei auf die Würzburger Situation, bei der sich „WSB und APG fast jährlich über einen Tarifverbund streiten, aber zu wenig dabei heraus kommt.“ Hier sieht Graulich den Bezirk als „ideale Ebene“, um einen mainfränkischen Verkehrsverbund zu realisieren. Dass gerade im Verkehrsverbund eine Verbesserung nötig ist, unterstrich auch die Vorsitzende der JuLis Würzburg Kristina Georg, die für die FDP auf der Wahlkreisliste für den Bezirkstag kandidiert. Circa 33 Prozent der Bevölkerung in Unterfranken sind junge Menschen , die es in die Städte zieht. „Hier müssen verbesserte Angebote durch öffentlichen Verkehrsmittel geschaffen werden,“ so Georg.
Bei der Kulturpolitik hält Graulich das Vorgehen Bayerns in Mittelfranken typisch für die bayerische Landesregierung. „Jetzt, kurz vor der Wahl, erinnert man sich auch an Bayerns Norden. Darauf konnten wir bei den Finanzproblemen im Zusammenhang mit dem Mainfranken-Theater nur hoffen. Es ist aber nicht einzusehen, warum Mittelfranken nun Gelder bekommt, den Unterfranken aber ein Staatstheaterzuschuss weiter verwehrt bleibt. Hier muss der Freistaat Farbe bekennen.“