„Damit würde sich eine uralte Forderung der FDP erfüllen“, so Karl Graf, Vorsitzender der FDP Würzburg. Die bisherige Regelung sei eine unangemessene Einschränkung der unternehmerischen und der persönlichen Freiheit und entspreche schon lange nicht mehr dem realen Bedürfnis der Bürger.
Moritz Kracht, Chef der Jungen Liberalen, wies darauf hin, dass die JuLis vor gut einem Jahr allein in Würzburg 4000 Unterschriften für die Verkürzung der Sperrfrist gesammelt hätten. Der Stadtrat habe den Antrag aber nur teilweise angenommen. Die Gaststätten hätten zwar die Möglichkeit bekommen, Sperrfristverkürzung zu beantragen, allerdings zu relativ hohen Gebühren. Viele kleinere Gastwirte hätten sich so die Sperrzeitverkürzung nicht leisten können. Kracht geht die jetzt geplante Neuregelung aber nicht weit genug. Langfristig sollte man die Sperrfrist ganz aufheben. Einschränkungen sollte es nur dort geben, wo Anwohner durch Lärm belästigt werden. Dazu sei aber die generelle Sperrfrist nicht notwendig.